Schröpftherapie

Das Schröpfen gehört zu den ausleitenden naturheilkundlichen Verfahren und gilt als schmerzlindernd und allgemein durchblutungsfördernd. Schröpfen ist eine alte Technik, die im Westen, wie in China in der Volksmedizin angewandt wurde. In China verwendete man bereits im 2. Jahrhundert Rinderhörner zum Schröpfen. Die Schröpftherapie aktiviert das Immunsystem und löst Verhärtungen im Haut- und Unterhautgewebe. Der durch verschiedene Methoden im Schröpfkopf erzeugte Unterdruck lässt die kleinen Hautgefäße anschwellen und erzeugt eine Hautreizung und schließlich ein künstliches Hämatom (Bluterguss). Gleichzeitig wird die Stoffwechselaktivität der Haut und des Unterhautgewebes angeregt. Durch die Freisetzung von Blut und Blutbestandteilen aus den Gefäßen soll die Selbstregulation des Körpers gefördert werden. Über Reflexbögen wirkt die Schröpftherapie von der Körperoberfläche aus regulierend auf die inneren Organe und Organsysteme.


Behandlung

Beim unblutigen Schröpfen werden gläserne Saugglocken, die Schröpfköpfe, entlang den Reflexzonen auf den Rücken des Patienten gesetzt. Man erzeugt mittels eines im Schröpfkopf abgebrannten speziell vorbereiteten Wattebausches einen Unterdruck im Schröpfkopf, der sich dadurch an der Haut festsaugt. Durch den Sog auf die Haut weiten sich die Blutgefäße, das Blut kann verstärkt fließen.
 

 

Bei der Schröpfmassage wird zunächst der ganze Rücken mit einem besonders hautfreundlichen Massageöl eingerieben. Danach werden die Schröpfköpfe an speziellen Punkten aufgesetzt. Nach einer „Einwirkzeit“ von 3-5 Minuten wird dann der Schröpfkopf mit dem vorhandenen Unterdruck langsam über den ganzen Rücken bewegt. Dieses führt zu einer intensiven Mehrdurchblutung der entsprechenden Muskel- und Hautareale. Die Effektivität dieser Behandlung ist erfahrungsgemäß um ein vielfaches höher als die herkömmliche klassische Massage.

 


Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Aufsetzen der Saugglocken ein wenig "eingeritzt". Dabei fließen in den nächsten ca. 10 Minuten geringe Mengen Blut in die Schröpfköpfe. Einer der Ideen hierbei ist es, mit dem Blut die vorhandenen Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren (Miniaderlass).


Die Schröpftherapie wird verwendet bei Schmerzzuständen im Rahmen von Rücken- und Nackenschmerzen, - verspannungen, rheumatischen Beschwerden, Osteoporose, Kopfschmerzen, Ischialgien, dem prämenstruellen Syndrom, bei Tinnitus, Durchblutungsstörungen, Muskelverspannungen, Magen- und Darmbeschwerden, Atemwegserkrankungen, chronischen Schwächezuständen.