Burn-out-Syndrom

Leistungsdruck, Terminstress und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes machen müde, depressiv oder krank – wie wissenschaftliche Studien beweisen. Wirtschaftliche Einschnitte in den Betrieben, steigende Lebenshaltungskosten und Angst um den Arbeitsplatz setzen uns immer stärker unter Druck.

 

Lange Zeit galten vor allem Menschen in so genannten Helfer-Berufen wie Krankenschwestern, Therapeuten, Ärzte und Sozialarbeiter als gefährdet. Mittlerweile  findet sich das  „Burn-out-Syndrom“ in allen Branchen.

 

Verlacht, verspottet und bedroht: Vielen Lehrern(-innen) wächst die Erziehungsarbeit über den Kopf. Sie klagen vermehrt über "Rückenschmerzen, von Herzrasen bis hin zu Schlaflosigkeit und Depressionen“.

 

„Burnout" breitet sich zunehmend auch  im Dienstleistungsbereich wie beispielsweise Banken und Versicherungen aus, wo die Angestellten viel Kundenkontakt haben. Das gilt zunehmend auch für Angestellte in "Sandwich-Positionen": Das sind Leute mit Pufferfunktion, die die eigentliche Arbeit leisten müssen. Vom Chef bekommen sie gesagt, wo es langgeht. Nach unten müssen sie die Vorgaben bei Kollegen durchsetzen.

 

Terminstress, Leistungsdruck und Überstunden – sehr viel Energie geht im Redaktionsalltag von Journalisten flöten. Kommen noch starre Hierarchien, mangelnde Mitspracherechte, Angst vor dem Arbeitsplatzverlust und fehlende Perspektiven hinzu, ist dies nicht gerade motivierend und gesundheitsfördernd.

Die einzelnen Phasen des Ausbrennens

Hohes Engagement

Am Anfang steht meist ein hohes Engagement für den Beruf. „Wer ausbrennt, muss wahrscheinlich einmal gebrannt haben“. Die „Workaholics“ sind sehr aktiv, stehen ständig unter Zeitdruck, fühlen sich unentbehrlich und verdrängen Misserfolge und Enttäuschungen.

Chronische Erschöpfung

Wenn Arbeitnehmer schlecht schlafen, fehlt es ihnen zunehmend an Energie. Der Idealismus schwindet und die tägliche Arbeit wird zur Belastung. Zu Kunden, Schülern, Mitarbeitern etc. wird eine Distanz aufgebaut. Hobbys und Freizeitgestaltung rücken in den Vordergrund.

Schuldzuweisungen

Oft geben sich Betroffene selbst die Schuld an der unbefriedigenden Situation, als Folge steigern sie meist die Arbeitsbelastung, um dies auszugleichen, ein Teufelskreislauf! Irgendwann kommt es zu Apathie oder Ruhelosigkeit, das Selbstwertgefühl schwindet. Eine Depression kann die Folge sein.

Aggressionen

Wenn die Umgebung für die schlechte Situation verantwortlich gemacht wird, reagieren einige Betroffene auch mit Aggressionen, machen sich mit ihrer ständigen Nörgelei und ihren Wutausbrüchen bei Kollegen unbeliebt. Konflikte am Arbeitsplatz und innerhalb von Partnerschaften sind damit vorprogrammiert. Körperliche und geistige Probleme, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen schleichen sich ein, die Leistung im Beruf lässt nach. Dazu kommen körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, sexuelle Probleme, erhöhter Blutdruck, Kopf- und Rückenschmerzen, Tinnitus, nervöse Tics, Herz- und Magen-Darm-Probleme. Das Immunsystem ist geschwächt, Infektionen sind die Folge. Häufig ändern sich die Essgewohnheiten und lassen das Gewicht steigen. Nikotin, Alkohol und andere Drogen strapazieren zusätzlich die angeschlagene Gesundheit.

Verzweiflung

In dieser akuten Situation ist ein normales Arbeitsleben kaum noch möglich, auch Hobbys werden nicht mehr wahrgenommen. Konflikte beherrschen die Beziehungen innerhalb der Familie oder Partnerschaft. Ein soziales Leben findet nicht mehr statt, Einsamkeit ist die Folge. In dieser „existenziellen Verzweiflung“ verliert das Leben zunehmend seinen Sinn. Patienten fühlen sich „wie ein Haus, das bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist“. Für den Patienten in dieser Situation besteht ein hohes Suizid-Risiko (Selbstmordrisiko).

 

Um diesem Personenkreis möglichst schnell und umfassend helfen zu können behandeln wir sowohl auf der körperlichen Ebene in Form von Infusionen, Injektionen Akupunktur etc., aber auch in Zusammenarbeit mit einem sehr erfahrenen Psychotherapeuten auf der seelisch-geistigen Ebene.

Informieren Sie uns und warten Sie nicht, bis Sie immer mehr Symptome des Burn-Out-Syndroms an sich selbst bemerken!